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Robert Hermann Sterl

Wirken und Einfluss

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Sterl ist ein wahrhafter Künstler; er malt, was ihn in der Natur zu malen reizt. Seine Bilder sind gesehen, erschaut und erlebt. Keine Programm-Malerei.

Max Liebermann

Lebenslauf

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1867

Der sächsische Maler, Zeichner und Grafiker Robert Sterl zählt neben den älteren Zeitgenossen Max Liebermann (1847 – 1935) und Lovis Corinth (1858 – 1925), sowie mit dem etwa gleichaltrigen Max Slevogt (1868 – 1932) zu den bedeutenden Vertretern des deutschen Impressionismus.

1873–1881

Besuch der Volksschule zunächst wohl in Leuben und 1879-1881 in Dresden; ab 1879 Besuch der Zeichenvorschule an der Dresdner Kunstakademie (bis etwa 1881); Arbeitslosigkeit des Vaters aufgrund der Berufskrankheit „Staublunge“ (Silikose); die Mutter ernährt ihre fünfköpfige Familie als Wäscherin und Obsthändlerin; Umzug der Familie in die Dresdner Südvorstadt, Schnorrstraße 25

1881

1881
Konfirmation am 19. April in der Kreuzkirche in Dresden

1884

Tod des Vaters, der sich sehr um seinen Sohn gekümmert hat

1881–1889

Studium an der Dresdner Kunstakademie (27. Oktober 1881, Matrikelnummer 1308), Unterricht u. a. bei Ludwig Kriebel, Karl Gottlob Schönherr und Wilhelm Walter: 1881/82 Vorklasse; 1883/84 Unterklasse bzw. Kopierklasse (Sterl wird später das Jahr 1883 als Beginn seines Studiums angeben); 1884/85 Mittelklasse bei Julius Scholtz; 1885/86 Oberklasse bzw. Malklasse bei Leon Pohle

1886-1888/89

Meisterschüler an der Kunstakademie im Atelier von Ferdinand Pauwels; seit Oktober 1889 Beurlaubung aus Pauwels’ Atelier; 1889 silberne Medaille der Kunstakademie; Studien in der ländlichen Umgebung von Dresden; Wohnungen in Dresden, Ostbahnstraße 16 und Schnorrstraße 6

1887

1887
Besuch der ersten internationalen Aquarellausstellung der Dresdner Kunstgenossenschaft unter Leitung von Paul Kießling mit Werken der Freilichtmalerei und des französischen Impressionismus

um 1887/88

Sterl lernt den hessischen Maler Carl Bantzer (1857 – 1941) kennen

1887-1904

Beginn der freischaffenden Tätigkeit vor allem als Landschaftsmaler und Porträtist, bis 1904 auch als Illustrator u. a. für den Deutschen Jugendhain, einem illustrierten Jahrbuch für Knaben und Mädchen; 1897 Illustrationen für den Verleger J. U. Steinkamp, Duisburg

1888

Erkrankung an Lungentuberkulose; im März Reise nach Prag (Ausstellung von Gabriel Max)

1891

offizielles Abgangszeugnis (Nr. 58) am 16. Mai von der Dresdner Kunstakademie; Aufenthalt in Goppeln, seit 1891 loser Anschluss an den Kreis der Goppelner Freilichtmaler; u. a. enge Freundschaft mit Wilhelm Claudius und Carl Bantzer: Mal- und Zeichenstudien in der Umgebung Dresdens (u. a. in Goppeln, Gostritz, Leubnitz, Zschertnitz und Ostra); erster Besuch in Jonsdorf/Janov, dem Sommersitz des Malerfreundes Wilhelm Claudius in der Böhmischen Schweiz

1892

Arbeit in Goppeln; auf Einladung Carl Bantzers erste Reise nach Hessen, Studienaufenthalt in Willingshausen, gemeinsamer Besuch von Marburg

1893

Studienreise nach Frankreich (mit Pass vom 20. Februar): Parisaufenthalt mit Atelier in der 4. Rue de l’Université; Sterl erhält trotz seiner Bemühungen keinen Studienplatz an einer privaten Akademie; Anfang Mai Studien im südöstlichen Vorort Billancourt, dann auf der Ile Seguin und in Meudon; Juni an der nordfranzösische Küste mit Besuch bei Jules Wenzel in Etaples, Pas de Calais, Montreuil an der Canche und Camiers in der Picardie; Rückreise über Brüssel und Amsterdam, wo Sterl Werke von Josef Israëls und Jakob Maris studiert

Robert Sterl erleben

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